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Redirect-Generator

Art der Weiterleitung wählen, Domain eintragen, fertig: Du bekommst die Regeln für Apache (.htaccess) und für nginx, wie man sie in Plesk einträgt.

Weiterleitung erzeugen

Art der Weiterleitung
Apache: .htaccess (mod_rewrite)
# Weiterleitung, erzeugt mit myline.de/werkzeuge/redirect-generator/
# In die .htaccess im Wurzelverzeichnis (Plesk: httpdocs), vor den WordPress-Block.
RewriteEngine On
# Ein einziger Sprung nach https://example.de, keine Kette
RewriteCond %{HTTPS} off [OR]
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\. [NC]
RewriteRule ^ https://example.de%{REQUEST_URI} [R=301,L]
nginx: Zusätzliche nginx-Direktiven
# Weiterleitung, erzeugt mit myline.de/werkzeuge/redirect-generator/
# Plesk: Apache & nginx Einstellungen, Feld "Zusätzliche nginx-Direktiven".
# Ein einziger Sprung nach https://example.de, keine Kette
set $canonical_redirect 0;
if ($scheme != "https") {
    set $canonical_redirect 1;
}
if ($host = "www.example.de") {
    set $canonical_redirect 1;
}
if ($canonical_redirect) {
    return 301 https://example.de$request_uri;
}

Verwende nur eine der beiden Varianten. In Plesk mit nginx vor Apache greift die nginx-Regel zuerst, die .htaccess wird dann gar nicht mehr erreicht.

301, 302, 307 oder 308: welcher Statuscode?

CodeBedeutungWann verwenden
301Dauerhaft verschobenStandard für Umzüge, HTTPS, www und neue URLs. Google überträgt die Signale auf das Ziel und indexiert nach einiger Zeit nur noch die neue URL.
308Dauerhaft, Methode bleibtWie 301, aber ein POST bleibt ein POST. Sinnvoll für APIs und Formular-Endpunkte. Für Google gleichwertig zu 301.
302Vorübergehend gefundenKurzfristige Umleitungen, etwa eine Aktionsseite. Die alte URL bleibt im Index. Wer 302 dauerhaft stehen lässt, verschenkt Klarheit.
307Vorübergehend, Methode bleibtWie 302, aber ohne Methodenwechsel. Browser zeigen 307 auch intern an, wenn HSTS greift.

Wichtig: Browser speichern 301 und 308 oft dauerhaft im Cache. Teste neue Regeln deshalb zuerst mit 302 oder mit curl, und stelle erst auf 301 um, wenn alles stimmt. Sonst jagst du nach einer Korrektur einem alten Cache-Eintrag hinterher.

Redirect-Ketten vermeiden

Eine Kette entsteht, wenn eine Anfrage mehrfach umgeleitet wird, zum Beispiel http://www.example.de erst zu https://www.example.de und dann zu https://example.de. Jeder Sprung kostet eine volle Netzwerkrunde, beim ersten Aufruf auf dem Handy schnell 100 bis 300 Millisekunden. Das verschlechtert Ladezeit und Core Web Vitals, und Google folgt langen Ketten nur begrenzt.

Die beiden kombinierten Varianten oben („HTTPS und ohne www“ bzw. „mit www“) prüfen beide Bedingungen gleichzeitig und leiten in einem einzigen Sprung auf die endgültige Adresse. Setze nicht zusätzlich eine zweite HTTPS-Regel in Plesk oder einem Plugin, sonst entsteht die Kette doch wieder. Prüfe auch interne Links und die Sitemap: Sie sollten direkt auf die endgültige URL zeigen, nicht auf eine weitergeleitete.

Weiterleitung mit curl testen

Der Browser ist zum Testen ungeeignet, weil er Weiterleitungen zwischenspeichert. curl -I fragt nur die Kopfzeilen ab und zeigt den Statuscode und das Ziel:

curl -sI http://www.example.de/ | grep -iE "^(HTTP|location)"

Die ganze Kette mit allen Sprüngen zeigt -L. Mehr als eine location-Zeile heißt: Es gibt eine Kette.

curl -sIL http://www.example.de/ | grep -iE "^(HTTP|location)"

Nur das Endergebnis, praktisch für Skripte:

curl -sIL -o /dev/null -w "%{http_code} %{url_effective}\n" http://www.example.de/

Teste alle vier Varianten der Startadresse: mit und ohne www, jeweils mit http und https. Jede sollte mit genau einem Sprung oder direkt mit 200 auf der Zieladresse landen.

HTTPS-Weiterleitung in Plesk per Schalter

Für die reine Umleitung von HTTP zu HTTPS brauchst du in Plesk keine eigene Regel. Unter Websites & Domains, Hosting und DNS, Hosting gibt es die Option für die dauerhafte, SEO-sichere 301-Weiterleitung von HTTP zu HTTPS. Plesk setzt sie direkt in der Webserver-Konfiguration um. Die www-Entscheidung triffst du in denselben Hosting-Einstellungen unter „Bevorzugte Domain“. Wer beides im Panel setzt, braucht den Generator nur noch für einzelne URLs, Verzeichnisse und Umzüge.

Achte darauf, dass Plesk-Schalter, eigene Regeln und WordPress-Einstellungen (Website-Adresse unter Einstellungen, Allgemein) dieselbe Zieladresse verwenden. Widersprechen sie sich, entstehen Ketten oder Endlosschleifen.

Häufige Fehler

  • Endlosschleife hinter Proxy oder CDN: Steht Cloudflare im Modus „Flexible“ davor, kommt jede Anfrage per HTTP am Server an. Die Regel leitet dann immer wieder auf HTTPS um. Lösung: SSL-Modus „Full (strict)“ mit gültigem Zertifikat auf dem Server.
  • Regel steht hinter dem WordPress-Block: WordPress leitet mit [L] alles an index.php weiter. Eigene Weiterleitungen gehören darum vor # BEGIN WordPress.
  • Query-Parameter: Apache hängt die ursprünglichen Parameter automatisch an das Ziel an, die nginx-Regeln oben übernehmen sie per $is_args$args bzw. $request_uri.
  • Alles auf die Startseite umleiten: Bei einem Umzug alte URLs pauschal auf die neue Startseite zu leiten, wertet Google oft als Soft-404. Besser jede wichtige alte URL auf ihr inhaltliches Gegenstück.

Als Lesezeichen speichern: Mit Strg + D (Mac: ⌘ + D) hast du den Redirect-Generator beim nächsten Umzug oder SSL-Zertifikat sofort zur Hand.

Erst lesen, dann ausführen.

Die Befehle auf myline.de greifen direkt in Server, Dateien und Datenbanken ein. Ein falscher Pfad oder Platzhalter kann Daten unwiderruflich löschen oder einen Server unerreichbar machen.

  • Alle Befehle werden ohne Gewähr bereitgestellt und sind nicht auf jedem System getestet.
  • Vor dem Ausführen verstehen, was ein Befehl tut, und jeden Platzhalter prüfen.
  • Vorher ein Backup anlegen und möglichst zuerst auf einem Testsystem ausprobieren.
  • Die Ausführung erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Schäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.